Klettern am Biberkopf (Panoramix)


Daten:

Gebiet: Oberallgäu
Ausgangsort: Lechleiten
Zustieg: ca. 1,5h
Seillängen: 8
max. Schwierigkeit: VI
Kletterzeit: 3,5h
Absicherung: sehr gut
Führer: Allgäuer Alpen, Panico
Nachdem der geplante Dolomitenaufenthalt am vorausgegangenen, verlängerten Wochenende ins Wasser gefallen war, sollte an diesem Wochenende zumindestens der Samstag bei gutem Wetter genutzt werden. Das hieß, sich samstags um 5:00 aus dem Bett zu schälen und sich Richtung Allgäu aufzumachen. Uns war noch nicht so ganz klar, was wir eigentlich klettern wollten, aber es gab ja noch genügend Zeit sich Gedanken zu machen. Ronald schlug die Südwestkante am Babylonischen Turm vor, ich präferierte eher eine Tour am Biberkopf. Als wir dann im Tannheimer-Tal den vollen Parkplatz am Weg zum Gimpelhaus sahen, war die Entscheidung endgültig gefallen. Es sollte die Panoramix am Biberkopf sein. Eine Plaisir-Tour mit 8 SL an geneigten Platten, die Schwierigkeiten bewegen sich hauptsächlich im unteren 5ten Grad, mit einer kurzen etwas schwierigeren Schlüsselstelle (6). Ausgangspunkt ist Lechleiten, für den Weg bis zum Einstieg benötigten wir gute 1,5 h. Man folgt dabei zunächst dem Normalweg und quert dann unterhalb des felsigen Gipfelaufbaus etwas mühsam durch Schrofengelände zu einem Felspfeiler. Wir sind eigentlich erst an der 2ten Seilänge eingestiegen, bis dahin kommt man problemlos mit den dicken Tretern (3er Gelände). Von hier an ist es Genuss pur, wenig schweres Gelände, fester Fels, beste Sicherung und eine herrliche Aussicht. Die Tour trägt ihren Namen völlig zurecht. An der Schlüsselstelle mit dem kurzen Überhang ist uns ein faux pas passiert. Wir liessen uns von einer, an einem geschlagenem Haken befestigten, roten Reepschnur in die irre führen. Folgt man diesem geschlagenem Haken, umgeht man den (leichten) Überhang, ein 60m Seil reicht dann aber nicht mehr um den nächsten gebohrten Standplatz zu erreichen. Die eigentliche Route verläuft vom Standplatz aus gesehen ziemlich direkt auf die Kante zu, an dieser Stelle hat diese eine leicht rundliche Einbuchtung, rechts davon befindet sich der erste gebohrte Haken. Das Ganze hat uns etwas Zeit gekostet. Weiter gings dann aber ohne Probleme. Erwähnenswert ist noch die letzte etwas steilere Seillänge, vielleicht der schönste Teil der Tour - sie besitzt nur 2 gebohrte Zwischenhaken, einen ca. 10m nach dem Standplatz und einen ca. 7m vor dem Ausstieg. Bei einer Seilänge von 45m kann man daher hier einen beachtlichen Sturz hinlegen. Ich habe zusätzlich noch einen geschlagenen Haken gesehen (laut topo gibt es 2), der lag aber überhaupt nicht auf meiner Route. Da aber auch hier der Fels fest ist und es große Griffe gibt, ist auch diese SL unproblematisch. Friends oder Keile können hier gelegt werden und sind psychlogisch eventl. hilfreich. Oben angekommen hatte es leider komplett dicht gemacht und das, obwohl wir bei wolkenlosem Himmel aufgebrochen sind. Wir waren alleine im Fels und am auch alleine am Gipfel, was aber auf unseren späten Aufbruch in Lechleiten zurückzuführen ist. Die Route wird oft begangen, es gibt zahlreiche Einträge in Wand- und Gipfelbuch. Nach einer längeren Rast, mit einer Diskussion um mögliche Routen für eine Skitour, ging es dann über den Normalweg bergab. Hier lang noch einiges an Schnee, die Felsen waren teilweise recht glitschig.

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Das Album enthält 15 Bilder
Es entstand am 27. November 2005 / 10:12
JAlbum 6.0


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